(wdt) Die Ausgangssituation im DM-Finale war klar. Zwei der drei Vorrundenwettkämpfe mussten gewonnen werden, dann wäre das Halbfinale schon erreicht und anschließend würde nur noch ein Sieg bis zum Kampf und Gold fehlen. Die Vorrundengegner: Jena, Villingen-Schwenningen und Herne. Villingen-Schwenningen konnte während der Saison drei Mal bezwungen werden, war also leistungsmäßig einzuschätzen. Die beiden Nordvertreter waren allerdings die großen Unbekannten. Jena reiste als Dritter der Nordgruppe nach Wiesbaden, Herne als Tabellenführer.
Begonnen hat das erste Match gegen Jena mit einer nicht erwarteten negativen Überraschung aber doch noch mit einem guten Ende für die Welzheimer. Die Thüringer gingen zunächst mit 2:0 (58:57) in Führung. Zwei Unentschieden (57:57 und 58:58) brachte vor dem vierten Satz das 2:4 für Jena und damit die Gefahr für Welzheim, gleich das erste Match zu verlieren. Erst zwei knappe Gewinnsätze (jeweils 58:57) festigten den 6:4 Sieg für Welzheim und brachten damit die Erleichterung, den ersten Schritt Richtung Halbfinale getan zu haben.
Der Atem stockte den mitgereisten SGi-Fans auch gleich zu Beginn des zweiten Matches gegen Villingen-Schwenningen. Die Schwarzwälder gingen mit 2:0 in Führung bevor Welzheim zum 2:2 ausgleichen und dann mit 4:2 in Führung gehen konnte. Mit dem vierten Satz (59:58) untermauerte Welzheim schließlich doch noch den beruhigenden 6:2 Sieg. Das Halbfinale war erreicht.
Das Match gegen Herne konnte nunmehr recht gelassen angegangen werden. Die Tabellenführung in Gruppe A konnte letztlich mit einem deutlichen 6:0 Sieg (58:54, 59:51, 58:40) gegen die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet gesichert werden. Der zweite Südvertreter dieser Gruppe, der BSC Villingen-Schwenningen, belegte Tabellenplatz zwei. Für die beiden Nordvertreter Jena und Herne war der Wettkampf damit vorzeitig beendet.
In Gruppe B beendete Favorit und Titelverteidiger Tacherting mit drei 6:0 Siegen die Vorrunde überlegen als Gruppenerster, gefolgt vom Team aus Dauelsen, das sich als Vierter der Nordgruppe fürs Finale qualifiziert hatte. Die Halbfinalpaarungen hießen somit Tacherting gegen Villingen-Schwenningen und Welzheim gegen Dauelsen.
Und dieses Halbfinale sollte sich zum wahren Krimi entwickeln. Dauelsen ging mit 2:0 in Führung (58:57). Und auch der zweite Satz ging an die Niedersachen (59:58). Mit 60:58 und 58:57 für das Welzheimer Team endeten die Sätze drei und vier. Zwischenstand somit 4:4. Ein fünfter Satz musste die Entscheidung bringen und der fiel mit dem knappsten aller denkbaren Ergebnisse zu Ungunsten der Welzheimer aus. 59 Zähler für Elia Canales, Jonathan Vetter und Armin Hense. 60 Zähler für die Verdener Vorstädter. Das Goldfinale war passé. Die Bronzemedaille war noch möglich. Und die sicherten sich die Welzheimer schließlich deutlich gegen Villingen-Schwenningen mit 6:0 (59:58, 59:58, 59:56).
Die spanische Nationalkaderschützin Elia Canales, Neuzugang bei den Welzheimern, zeigte während des gesamten Wettkampfes keinerlei Schwäche. Sie setzte nahezu einhundert Prozent ihrer Pfeile in die Zehn.
Den Titel sicherte sich Tacherting mit einem Dreisatzsieg gegen Dauelsen (60:59, 58:55, 60:57).