Welzheim kann den sechsten Titel holen

23.02.2026 11:46 von Wolf-Dittrich Thaler

Die Chancen auf einen weiteren DM-Mannschaftstitel sind realistisch

(wdt) Zum zehnten Mal findet das Finale der Bogen-Bundesliga am Sitz und unter Leitung des Deutschen Schützenbundes statt. Und zum zehnten Mal geht es auch für die SGi Welzheim nach Wiesbaden. Auch wenn das diesjährige Jubiläumsfinale für den DSB eine gewisse Bedeutung hat, so kann die SGi mit weitaus eindrucksvolleren Zahlen und Fakten aufwarten: Seit Gründung der Bogen-Bundesliga vor nunmehr fast 30 Jahren haben die Welzheimer als einzige Mannschaft der Südgruppe kein einziges Finale versäumt und darüber hinaus fünf DM-Mannschaftstitel sowie zahlreiche Podestplätze errungen.

Und auch beim jetzigen Endkampf, der am kommenden Wochenende in der hessischen Landeshauptstadt stattfindet, stehen die Welzheimer erneut an der Schießlinie – wieder mit der berechtigten Hoffnung auf einen Podestplatz.

Ein Augenmerk ist insbesondere auf drei Teams gerichtet. Fünf Mannschafts-DM-Titel stehen für Tacherting und Welzheim aus der Südgruppe sowie Berlin aus der Nordgruppe zu Buche. Eine dieser Mannschaften könnte nun mit einem weiteren Meistertitel die alleinige Führung in der ‚Ewigenliste‘ übernehmen. Die BSG Ebersberg, die bereits vier Mal den DM-Titel errang, kann in dieser Saison die Gelegenheit nicht wahrnehmen, mit Welzheim, Tacherting und Berlin gleichzuziehen. Mit dem fünften Vorrunden-Tabellenplatz in Gruppe Süd verpassten die Ebersberger dieses Jahr den Einzug ins Finale.   

Der Vergleich der acht teilnehmenden Finalteams zeigt mit dem Blick auf die Punkte zumindest auf dem Papier eine leichte Überlegenheit der Südmannschaften. Tacherting als Südmeister konnte 52 Matchpunkte erringen, Welzheim als Vizemeister 48. Im Norden holte Herne 40 Zähler, Berlin 38. Aber Finals haben eigene Gesetze. Glück und Nervenstärke spielen auch beim Bogenschießen eine entscheidende Rolle und nicht zuletzt kann in dieser Sportart ein halber Millimeter über Sieg oder Niederlage entscheiden und für das Weiterkommen oder Ausscheiden maßgebend sein.

Manfred Baum, 1. Vorsitzender der SGi Welzheim ist sich mit Mannschaftsbetreuerin Sandra Sachse einig: „Es müsste zu schaffen sein, die ersten beiden Matches gegen Jena (3. Platz Nordgruppe) und Villingen-Schwenningen (3. Platz Südgruppe) zu gewinnen. Zwei Siege zu Beginn und das Tor zum Halbfinale wäre offen. Dann wäre alles möglich. Aber auch die ersten zwei Kontrahenten sind in der Lage Höchstleistungen zu bringen. Beide können, wie während der Saison bewiesen, 60-er Passen schießen“.

Vor den starken Tachertingern, auf die die Welzheimer nach dem Halbfinaleinzug treffen könnten, zeigten mit ihren Nationalkaderschützen eine beachtenswert gute Saisonleistung. Vor den Oberbayern brauchen die Welzheimer aber nicht zu zittern. Für die Tachertinger gab es während der gesamten Vorrunde lediglich zwei Niederlagen – und die brachten ihnen die Welzheimer bei. 

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